Bayern: Glasfaserausbau für Haushalte kostet elf Milliarden

Ein Glasfaseranschluss für jeden Haushalt in Bayern würde rund elf Milliarden Euro kosten. Das geht aus einer Studie des wissenschaftlichen Instituts für Internet und Kommunikationsdienste (WIK) im Auftrag der Grünen-Landtagsfraktion hervor. Bisher gebe es Zugang zu schnellem Internet im Freistaat vor allem durch aufgerüstete TV-Kabelanschlüsse. Lediglich 9,3 Prozent der Haushalte im Freistaat verfügten über einen leistungsstärkeren, gigabitfähigen Glasfaseranschluss – die meisten dieser Anschlüsse gebe es in Städten, hieß es. 

«Schnelles Internet in der Stadt, Ruckelvideos auf dem Land: Das ist nicht nur eine Service-, sondern vor allem eine Gerechtigkeitslücke», kritisierte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann. Der zuständige Finanzminister Markus Söder (CSU) habe über viele Jahre die falschen Ausbauanreize gesetzt. Söder rechnet mit einem Glasfaseranschluss bis 2025 für jeden Haushalt in Bayern. Die Studie dagegen geht von 2030 aus.

dpa/MF