„Bayern-Ei“: Ehemaliger Geschäftsführer in U-Haft

Das niederbayerische Unternehmen „Bayern Ei“ rückt nicht aus den Schlagzeilen. Das Unternehmen steht im Verdacht, salmonellenbelastete Hühnereier in Umlauf gebracht zu haben. Ein Mensch soll daran sogar gestorben sein. Heute Nachmittag hat die Staatsanwaltschaft Regensburg dann verkündet, dass es im Fall eine Festnahme gegeben hat.

Der ehemalige Geschäftsführer der Firma „Bayern Ei“ befindet sich in Untersuchungshaft. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg heute mit. Der Haftrichter sah beim Festgenommen erhöhte Fluchtgefahr. Der Mann wird dringend verdächtigt, vorsätzlich salmonellenbelastete Eier verkauft zu haben, die bei 78 Menschen Gesundheitsprobleme hervorgerufen haben. Ihm droht eine Haftstrafe von drei bis zu 15 Jahren. Weiter wurde auch bekannt, dass die aktuell täglich rund 600.000 produzierten Eier als Abfallprodukt in die Niederlande verkauft werden. Politiker von Grünen und SPD befürchten jedoch, dass diese als Eipulver in unserer Nahrungskette gelangen könnten.

 

Ursprüngliche Meldung:

Die mit einem Verkaufsverbot belegten Eier der Firma „Bayern Ei“ aus Aiterhofen werden derzeit in die Niederlande geliefert. Das haben Recherchen des Bayerischen Rundfunks ergeben. Rund 600.000 Eier würden die beiden im Betrieb stehenden Fabriken täglich produzieren. Diese Eier werden jetzt als K3-Abfall an einen niederländischen Spezialbetrieb geliefert. K3-Material ist nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Politiker von Grünen und SPD fürchten jedoch, dass die salmonellenverdächtigen Eier wieder als Eipulver für die Nahrungsmittelindustrie verarbeitet werden könnten.

MK/MF