Bayern: Arbeitslosenzahl auf 236.400 gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli auf etwa 236.400 gestiegen. Damit waren knapp 2.500 Menschen mehr erwerbslos als im Juni, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 3,3 Prozent.

«Der bayerische Arbeitsmarkt zeigt sich auch im Juli von seiner sonnigen Seite», sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Schmitz. «Gegenüber dem Vormonat hat die Arbeitslosigkeit zwar leicht zugenommen. Dies ist aber für diese Jahreszeit üblich.» Im Sommer melden sich viele Schulabgänger vorübergehend arbeitslos, und Betriebe warten mit Einstellungen bis nach den Ferien. Der Anstieg sei in diesem Jahr geringer ausgefallen als in den beiden Vorjahren.

 

Aigner: Arbeitsmarkt trotz Brexit in sehr guter Verfassung"

Die Arbeitslosenquote in Bayern betrug im Juli 2016 durchschnittlich 3,3 Prozent und ist damit gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte gefallen. Gegenüber dem Vormonat ist die Quote leicht um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Der bayerische Arbeitsmarkt ist weiterhin in sehr guter Verfassung. Die Arbeitslosenquote liegt wieder rekordverdächtig nahe am Vollbeschäftigungsniveau. Der saisonüblich leichte Anstieg im Juli ist in diesem Jahr sogar besonders gering ausgefallen.“

Aigner betont, dass sich der geplante EU-Austritt Großbritanniens bisher nicht negativ auf die Arbeitsmarktlage in Bayern auswirkt: „Die Brexit-Debatte kann bislang den Boom am bayerischen Arbeitsmarkt nicht bremsen.“ Umfragen zeigten, dass viele Personalchefs sogar planen, weitere Mitarbeiter einzustellen. Diese robuste Entwicklung sei aber kein Selbstläufer. Aigner: „Wir müssen jetzt die Handelsbeziehungen schnell auf eine vernünftige Grundlage stellen, um für die bayerische Wirtschaft Planungssicherheit zu schaffen.“

In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten zwischen 2,9 Prozent in der Oberpfalz und 4,1 Prozent in Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,0 Prozent.