Bayern: Arbeitslosenquote sinkt leicht auf 2,7 Prozent

Die Zahl der Menschen ohne Job in Bayern hat auch im Mai weiter abgenommen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.

Demnach waren im Mai 2019 226 Menschen im Freistaat ohne Job. Das ist der niedrigste Wert für einen Mai seit 1991. Im Vergleich zum April waren damit in Bayern 2882 Menschen weniger arbeitslos – das entspricht einem Rückgang um 1,4 Prozent.

Vor einem Jahr hatte die Quote ebenfalls 2,7 Prozent betragen. Verglichen mit dem Vorjahr sank die Zahl der Jobsucher um 1235. Das sind 0,6 Prozent weniger als im Mai 2018. „Der Abbau der Arbeitslosigkeit verlangsamt sich verglichen mit den vergangenen Monaten deutlich. Die aktuelle konjunkturelle Flaute hinterlässt ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt, die sich allerdings derzeit nur in einer Verlangsamung der Dynamik zeigt“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart.

„Die Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt ist nach wie vor sehr positiv. Wir können uns gegen die überregional schwächere Konjunktur immer noch positiv absetzen“, kommentiert Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die neuesten Arbeitsmarktdaten aus Nürnberg. Im Mai 2019 lag die Arbeitslosenquote im Freistaat bei 2,7 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte leicht unter dem Wert im April. Gegenüber dem Vorjahresniveau ist die Arbeitslosigkeit damit unverändert.

„Wir tun alles, um die gesunde Substanz unserer heimischen Unternehmen weiter zu pflegen und zu entwickeln, sie sind das Rückgrat unseres Wohlstands. Für eine gute Entwicklung des Arbeitsmarktes auch in konjunkturell schwierigeren Zeiten brauchen wir aber dringend auch positive Impulse von Bund und Europa. Die Brexit-Verunsicherung muss endlich in ruhigeres Fahrwasser geleitet werden, um den Investoren wieder Mut zu machen. Bayerns Exporteure verdienen mehr als jeden zweiten Euro im Handel mit anderen EU-Staaten und gerade auch die exportstarken bayerische Maschinen- und Autobauer können keine schlechte Stimmung in Europa brauchen. Wir sind glücklich, dass das bayerische Handwerk und der Mittelstand noch überwiegend volle Auftragsbücher haben und auch Wachstumsbranchen wie das heimische Hotel- und Gaststättengewerbe unsere Konjunktur stabilisieren.“ – Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister.

In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten zwischen 2,5 Prozent in Schwaben, Oberbayern und der Oberpfalz sowie 3,3 Prozent in Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 4,9 Prozent.

 

Arbeitslosenzahlen Regensburg Stadt/Land:

Im Hauptagenturbezirk Regensburg sind im Berichtsmonat 5.043 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 27 Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat, jedoch 642 oder 14,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Berichtmonat haben sich erstmals oder erneut 1.808 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 66 Personen oder 3,8 Prozent mehr als im Vormonat und 125 oder 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Agenturbezirk Kelheim:

Im Agenturbezirk Kelheim sind im Berichtsmonat 1.548 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 25 Personen oder 1,6 Prozent weniger als im Vormonat, aber 165 Personen oder 11,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet haben sich 572 Menschen. Das sind 46 Zugänge oder 8,7 Prozent mehr als im Mai letzten Jahres. Gleiches taten seit Jahresbeginn 3.431 Männer und Frauen. Das sind 141 Zugänge oder 4,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dem gegenüber stehen 589 Personen, die im Berichtsmonat ihre Arbeitslosigkeit beendet haben. Das sind 87 Abgänge oder 12,9 Prozent weniger als im Mai letzten Jahres. Seit Jahresbeginn haben sich 3.517 Menschen abgemeldet. Das sind 39 Abgänge oder 1,1 Prozent weniger als in den ersten fünf Monaten 2018.

Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 2,2 Prozent und liegt damit um 0,2 über Vorjahresniveau.

Bezirk Cham:

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Cham führte die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt zu einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit binnen Monatsfrist. Von April auf Mai sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um 130 Personen bzw. 10,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Arbeitslosigkeit geringfügig, und zwar um rund zehn Personen bzw. 1,2 Prozent. Mitte des Berichtsmonats waren 1.130 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote ging von 2,2 Prozent im April auf 2,0 Prozent im Mai zurück. Im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Mai ebenfalls bei 2,0 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats beendeten rund 570 Personen die Arbeitslosigkeit, rund zehn Personen bzw. 2,2 Prozent weniger als im Mai des vergangenen Jahres.

 

Die Arbeitsmarktzahlen aus Ostbayern finden Sie auch im Online-Angebot der Bundesagentur für Arbeit.

 

 

Pressemitteilung dpa / Bundesagentur für Arbeit / Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie