Bayern: 34 Masernfälle seit Jahresbeginn 2019

Seit Beginn des Jahres sind laut einer Nachfrage der Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze bei der Staatsregierung 34 Personen an Masern erkrankt. Deshalb wirft Schulze der Staatsregierung Versagen beim Thema Masernimpfung vor. 

Diese Zahl hat die Staatsregierung gegenüber einer Anfrage von Katharina Schulze geäußert. Die Quote der zweiten Impfung solle laut Angaben des Robert Koch Instituts bei mindestens 95 Prozent liegen. Nur so könne eine Verbreitung der Erkrankung verhindert werden. Der bayerische Durchschnitt sind momentan aber 92,2 Prozent. Die Quote bei der ersten Masernimpfung liegt laut Staatsregierung bei 96,6 Prozent.

Masern sind hoch ansteckend und können noch Jahre später zu potenziell tödlichen Hirnentzündungen führen. Gefährlich sind die Viren vor allem für die Kleinsten: Bei Säuglingen sterbe eines von 300 erkrankten Kindern, hatte Jakob Maske, Berliner Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, kürzlich erklärt.

Vom RKI wurden in diesem Jahr bundesweit bereits weit über 200 gemeldete Fälle erfasst. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich kürzlich für verpflichtende Masern-Impfungen für Kinder in Kitas und Schulen ausgesprochen. «Aus meiner Sicht macht es bei Gemeinschaftseinrichtungen Sinn», sagte er. In mehreren Ländern weltweit gibt es derzeit größere Masern-Epidemien.

 

Pressemitteilung dpa