Bayerischer Verdienstorden 2018 verliehen

Ministerpräsident Markus Söder hat heute, 27.06.18, Persönlichkeiten aus dem Freistaat mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Mit dabei waren Maria Breu aus Schönthal und Franz Löffler aus Waldmünchen - beide kommen aus dem Landkreis Cham. Auch Bischof Rudolf Voderholzer hat heute diese Auszeichnung erhalten. 

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder verlieh heute, Mittwoch 27. Juni 2018, 64 Persönlichkeiten im Antiquarium der Residenz München den Bayerischen Verdienstorden. Der Bayerische Verdienstorden, der als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk verliehen wird, ist ein Symbol für den herausragenden Einsatz und das außerordentliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwesen.

 

Franz Löffler

„Ich freue mich über die heute erfolgte Ehrung mit dem Bayerischen Verdienstorden und nehme sie stellvertretend für unsere Heimat und ihre Menschen an. Die Auszeichnung ist vor allem eine Würdigung des vielfältigen Engagements der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Cham und der Oberpfalz!“ - Franz Löffler

Franz Löffler engagiert sich seit vielen Jahren erfolgreich besonders für die Förderung der Grenzregion Cham zwischen Bayern und Tschechien, die Jugendarbeit und soziale Projekte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Von 2002 bis 2010 war Herr Löffler erster Bürgermeister der Stadt Waldmünchen und Kreisrat im Landkreis Cham. 

Seit 2003 ist er Bezirksrat des Bezirkes Oberpfalz, seit 2008 Bezirkstagspräsident sowie seit Juli 2010 Landrat des Landkreises Cham. Die international agierende Einrichtung der Jugendbildungsstätte Waldmünchen baute Franz Löffler als Vorsitzender des Zweckverbandes Jugendhaus Waldmünchen federführend mit auf. Als Mitglied der Vorstandschaft des Bayerischen Roten Kreuzes Kreisverband Cham und des Bezirksverbandes Oberpfalz ist er seit vielen Jahren sozial engagiert. 

Bis 2010 war er als ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins der Trenckfestspiele in Waldmünchen aktiv. Franz Löffler ist als Mitglied in den Hauptausschuss der Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald eingebunden. In dieser Funktion wurde er auch zum Beauftragten der Oberpfalz für diese Europaregion bestellt und engagiert sich besonders für die länderübergreifende Zusammenarbeit und die Stärkung der an der Euregio beteiligten Randregionen. Als Vorsitzender der „Tourismusgemeinschaft Waldmünchen Urlaubsland“, des „Energievereins Cerchov“ und des „Aktionsbündnisses Cerchov“ fördert er seit Jahren erfolgreich kommunale Bürgerinteressen. Herr Löffler ist zudem Ehrenmitglied des Oberpfälzer Kulturbundes. Franz Löffler hat sich durch seinen weit über das normale Maß hinausgehenden beruflichen und diversifizierten ehrenamtlichen Einsatz für die sozialen Belange seiner Mitmenschen, die Brauchtums- und Kulturpflege in der Oberpfalz und die Völkerverständigung in einem geeinten Europa hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und seine Bürgerinnen und Bürger erworben, für die ihm als Dank und Anerkennung der Bayerischen Verdienstorden verliehen wird.

Maria Breu

Maria Breu hat durch die mehr als zwei Jahrzehnte währende ehrenamtliche Pflege von zwei schwerstbehinderten nichtverwandten Kindern im Rahmen der Nachbarschaftshilfe sowie ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement für Seniorinnen und Senioren in der Gemeinde Schönthal und im Katholischen Frauenbund Herausragendes geleistet. Sie ist ein Beispiel für gelebte Nächstenliebe und Vorbild in unserer Gesellschaft. 

Maria Breu hat sich unter Gesamtbetrachtung der Person und der Umstände unter besonderer Aufopferung hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und seine Bürgerinnen und Bürger erworben. Sie ist in besonderem Maße würdig, mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet zu werden.

 

Bischof Rudolf Voderholzer

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer habe sich, so der Ministerpräsident in seiner Laudatio, durch sein seelsorgerisches und wissenschaftliches Wirken hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und seine Bürgerinnen und Bürger erworben, die würdig sind, mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet zu werden.

© Bayerische Staatskanzlei

 

Der Bayerische Verdienstorden wird an Männer und Frauen ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit in einer Klasse verliehen. Das Ordenszeichen hat die Form eines Malteserkreuzes. Der Orden wird jährlich vom Ministerpräsidenten verliehen. Vorschlagsberechtigt sind der Ministerpräsident sowie für ihre Geschäftsbereiche die Staatsminister. Der Bayerische Verdienstorden wurde 1957 durch ein Gesetz des Bayerischen Landtages geschaffen. Die Gesamtzahl der lebenden Ordensträger ist auf 2000 begrenzt.

 

 

pm/MB