Barbing: „Enkeltrick“-Betrüger erbeuten 30.000 Euro

Mit der „Enkeltrick-Masche“ erbeuteten Kriminelle bei einem 80-jährigen Mann über 30.000 Euro. Die Polizei warnt vor derartigen Anrufen und bittet darum, lebensältere Angehörige über betrügerische Anrufe zu informieren.

Die Mitteilung der Polizei:

Aus Stadt und Landkreis Regensburg gingen am Donnerstag, 19.06.2018 zehn Mitteilungen bei der Polizei ein, dass offensichtlich Betrüger angerufen haben. Mit der sogenannten Enkeltrick-Masche aber auch als angebliche Polizeibeamte versuchten die Anrufer sich das Vertrauen der Betroffenen zu erschleichen und dadurch an das Geld der Angerufenen zu gelangen.

In einem Fall schafften es die Betrüger tatsächlich, einen Senior zur Übergabe von über 30.000 Euro zu bewegen. Der Geschädigte handelte in dem Glauben, einen Angehörigen finanziell zu unterstützen. Als der Verdacht entstand, dass möglicherweise Betrüger am Werk waren, hatte der Mann das Geld bereits übergeben.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen.

Zur Vorbeugung, nicht Opfer solcher Betrüger zu werden, ist es besonders wichtig, dass möglichst alle Bürgerinnen und Bürger und insbesondere lebensältere Menschen wissen, dass solche Anrufe bei ihnen eingehen können.

Die Telefonate beginnen bei der als „Enkeltrick“ bezeichneten Masche häufig mit einer offenen Frage, wie beispielsweise: „Weißt du, wer dran ist“?

Wird daraufhin ein Name genannt, schlüpft der Anrufer in die Rolle des Genannten und fordert in der Folge finanzielle Unterstützung.

Bei der Masche „falscher Polizeibeamter“ wird häufig versucht mit der Aussage, dass festgenommene Einbrecher die Daten der Angerufenen hätten, Verunsicherung zu erzeugen. Im weiteren kam es auch dazu, dass finanzielle Verhältnisse und Sicherheitsvorrichtungen abgefragt wurden. Darüber hinaus boten die falschen Beamten auch an, Wertgegenstände sicher zu verwahren.

Durch die Täter wird zudem häufig Zeitdruck erzeugt, um den Angerufenen die Möglichkeit für Nachfragen bei Personen ihres Vertrauens zu erschweren.

Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass Warnmeldungen und die Sensibilisierung von Familienangehörigen und Mitarbeitern von Geldinstituten schon in vielen Fällen dazu geführt haben, dass es zu keinen Auszahlungen gekommen ist.

Helfen auch Sie mit, dass Ihre betagten Angehörigen nicht Opfer dieser Betrugsmasche werden. Informieren Sie Familienangehörige über derartige Anrufe und stellen Sie sich als Ansprechpartner zur Verfügung.

Personen, die derartige Anrufe erhalten, werden dringend gebeten, keinesfalls vorschnell, ohne Rückfrage bei Vertrauenspersonen oder Polizei Bargeld oder Wertsachen an Abholer zu übergeben.

Zudem sind die Angerufenen aufgefordert, sich zeitnah mit der Polizei, auch unter der Notrufnummer 110 in Verbindung zu setzten.

Informationen zum Thema gibt es auch unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick

 

PM/MF