Bahnprojekt Regensburg-Hof kommt schneller

Es ist eins der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region: Die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Hof. Diese Elektrifizierung wurde heute als eines von zwölf Pilotprojekten in das neue Planungsbeschleunigungsgesetz des Bundes aufgenommen. Dadurch soll sich das Großprojekt um neun Jahre beschleunigen. 

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes begrüßt diesen Schritt: „Die Elektrifizierung der Schienenstrecke zwischen Regensburg und Hof ist für unseren stark exportorientierten Wirtschaftsraum eine der wichtigsten Maßnahmen im Bundesverkehrswegeplan. Die bisher genannten Realisierungszeiträume von zwanzig oder mehr Jahren sind nicht akzeptabel. Die Aufnahme der Elektrifizierung als Pilotprojekt in das Planungsbeschleunigungsgesetz ist der richtige Schritt. Wir danken unseren politischen Vertretern, dass sie sich eingesetzt und die Aufnahme ermöglicht haben.“

Die Regensburger Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein hatte sich im Bundestag dafür gemeinsam mit dem bayerischen Verkehrsminister, dem Bundesverkehrsminister und den Abgeordneten-Kollegen entlang der Strecke eingesetzt. 

Jetzt ist dieses Vorhaben ins Rollen gekommen:

„Die Strecke Regensburg-Hof steht als Pilotprojekt im neuen Beschleunigungsgesetz. Je schneller die Elektrifizierung kommt, umso besser für Bahnfahrer, Wirtschaft und Umwelt rund um Regensburg.“ – Astrid Freudenstein, MdB

Auf dem Lärmschutz werde ein besonderer Schwerpunkt liegen. Für Regensburg sei vor allem der Ausbau der Gleise nach Obertraubling wichtig, so Freudenstein.

Auch der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart freut sich über diesen Meilenstein für das Schienengroßprojekt: „Die Zusammenarbeit zwischen München, Berlin und Regensburg hat hier perfekt funktioniert.“ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht nach dem Kabinettsbeschluss ganz Ostbayern gestärkt: „Wir zeigen, dass wir die Gelder für Infrastruktur auch tatsächlich auf die Schiene bekommen. Es ist für ganz Ostbayern ein Gewinn, wenn das Projekt schneller fertig gestellt werden kann.“ Nun müsse das Paket noch im Parlament beschlossen werden. Dort gibt es mit den anderen ostbayerischen Abgeordneten der CSU, der sogenannten Ostbayernrunde, bereits viele Unterstützer. Karl Holmeier, MdB aus Cham und Vorsitzender der Ostbayernrunde im Bundestag, steht voll hinter dem Projekt.

Durch die Elektrifizierung der 185 Kilometer zwischen Regensburg und Hof können auf der Strecke schnelle und umweltfreundliche Elektrozüge eingesetzt werden. Das bedeutet ein verbessertes Zugangebot für Reisende. Außerdem soll die Strecke zwischen Regensburg und Obertraubling dreigleisig ausgebaut werden, um den Schienenverkehr rund um Regensburg zu entlasten und weniger fehleranfällig zu machen. Das Projekt wird mindestens 700 Millionen Euro kosten. Es ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als Projekt des vordringlichen Bedarfs eingestuft – auch das hatte Freudenstein bereits angeschoben.

Vom Genehmigungsbeschleunigungsgesetz sollen bundesweit zunächst zwölf Verkehrsprojekte profitieren. Statt durch ein langwieriges Planfeststellungsverfahren sollen die Pilotprojekte probeweise durch den Bundestag per Gesetz genehmigt werden. Das kann – je nach Projekt – Jahre sparen.

 

Nationale Bedeutung für die Schiene

Bereits seit rund einem Jahrzehnt fordert Ostbayerns Wirtschaft die Elektrifizierung der Schiene zwischen Regensburg und Hof. Das Projekt hat nationale Bedeutung, weil es die letzte Lücke für den nahtlosen Einsatz von Elektroloks zwischen Regensburg, Hof und weiter über Ostdeutschland bis an die deutschen Seehäfen schließt. Für den bundesweiten Personen- und Güterverkehr auf der Schiene eröffnen sich somit neue Perspektiven. Künftig könnten Fernzüge der DB die Menschen aus Ostbayern direkt mit den ostdeutschen Metropolen verbinden und die Firmen aus der Region ihre Güter über einen verlässlichen Transportkorridor umweltfreundlich an die Häfen und in die Welt bringen.

 

 

 

Pressemitteilung IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und

PM Astrid Freudenstein