Bad Kötzting: Über 486.000 Euro für ehemalige Kirchenburg

Aus dem Entschädigungsfonds des Freistaats Bayern bekommt die ehemalige Kirchenburg in Bad Kötzting über 486.000 Euro. Das hat Kunstminister Bernd Sibler bekannt gegeben.  

Die Sanierung der ehemaligen Kirchenburg in Bad Kötzting wird mit 486.585 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt. Das gab Kunstminister Bernd Sibler heute bekannt.

 

„Die Kirchenburg prägt mit ihrem Sitz auf einer felsigen Kuppe über dem Weißen Regen die einzigartige Landschaft des Bayerischen Waldes. Sie ist beispielhaft für Grenzbefestigungen in diesem Raum. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die Kirchenburg mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können“, so der Minister.

 

Die Kirchenburg setzt sich zusammen aus dem befestigten Friedhof, dem Schloss und der zentral gelegenen Kirche. Das Schloss war von etwa 1200 an Sitz der Herren von Chostingen. Seit 1316 diente es als herzogliches Pflegamt. Nach mehreren Zerstörungen ist das heute existierende Bauwerk im Wesentlichen ein Neubau des 18. Jahrhunderts. Die Wehranlagen der Kirchenburg entstanden im 15. Jahrhundert. Der Zugang erfolgte von Norden über eine heute in Bruchstein erneuerte Zugbrücke. Mehrere Wachtürme besetzten strategisch wichtige Stellen.

Da sich die spätmittelalterliche Wehrmauer in weiten Teilen in einem insgesamt schlechten baulichen Zustand befindet, wird u.a. das Mauerwerk und die Steinbrücke instandgesetzt, eine Drainage eingebracht und eine Ableitung des Oberflächenwassers installiert.

Eigentümerin ist die Pfarrpfründestiftung Kötzting.

 

Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Die Maßnahme ist mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und wird von diesem fachlich begleitet.

 

 

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst