Bad Kötzting: Paar schläft auf Straße, beleidigt Polizisten und beschädigt Klingelanlage der Polizeiinspektion

Bereits am vergangenen Freitag (15.05.20) hat die Polizei Bad Kötzting ein schlafendes Paar auf der Straße geweckt. Im Anschluss haben die beiden die Beamten beleidigt und die Klingelanlage der Polizeiinspektion beschädigt.  

Der Polizeibericht:

Am späten Freitagnachmittag ist  eine Streifenbesatzung der PI Bad Kötzting nach Arrach gerufen worden, weil dort ein Pärchen auf der Straße schlief. Als der 27-jährige Mann und seine 25-jährige Begleiterin aufgeweckt wurden, machten die Beiden einen verwirrten und desorientierten Eindruck.

Da die Personalien nicht vor Ort festzustellen waren, sollten beide zur Polizeiinspektion Bad Kötzting verbracht werden. Plötzlich begann die Frau eine Polizeibeamtin unvermittelt und gezielt anzuhusten. Das Anhusten wurde dann auf der Wache fortgesetzt. Es folgten dann etliche beleidigende Kraftausdrücke in Richtung der anwesenden Polizeibeamten und Tritte gegen das Mobiliar der Diensträume, weshalb die Frau gefesselt werden musste.

Nachdem die Personalien des 27-jährigen Mannes festgestellt waren, wartete dieser vor dem Polizeigebäude auf die Entlassung seiner aggressiven Begleiterin. Diese Wartezeit nutzte er dazu, seinem Unmut über die polizeilichen Maßnahmen Ausdruck zu verleihen. Er nahm sein Feuerzeug und beschädigte die Klingelanlage der Polizeiinspektion Bad Kötzting.

Als er durch die Beamten zur Rede gestellt wurde, bedachte er diese ebenfalls mit massiven Beleidigungen und war nicht mehr zu beruhigen. Deshalb musste er die Nacht in einer Zelle verbringen, wo er seine Beleidigungen fortsetzte.

Das absichtliche Anhusten stellt nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ein nicht hinnehmbares Verhalten dar. Sämtliche angehustete Beamte müssen sich einem Test unterziehen. Eigentlich wollten die Beamten das Leben und die Gesundheit der auf der Straße liegenden Frau durch ihr Einschreiten schützen.

Das Pärchen erwartet nun Anzeigen wegen mehreren Straftatbeständen, unter anderem wegen tätlichen Angriff auf Polizeibeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Strafverfahren werden unter enger Einbindung  der Staatsanwaltschaft Regensburg im sogenannten priorisierten Verfahren abgearbeitet.