Babyleiche am Donau-Ufer – Plädoyers im Prozess gegen Mutter

Vor gut einem Jahr wurde am Donauufer in Niederbayern eine verweste Babyleiche gefunden. Im Mordprozess gegen die geständige Mutter sollen am Dienstag (09.00 Uhr) vor dem Landgericht Regensburg die Plädoyers gehalten werden. Die Öffentlichkeit ist nicht zugelassen. Möglicherweise fällt an diesem Tag auch das Urteil gegen die 20-Jährige.

Laut Anklage hatte sie den Säugling eine halbe Stunde nach der Geburt am 7. Februar 2013 erstickt und ihm mit einem Teppichmesser die Kehle durchgeschnitten. Sie habe den Neugeborenen getötet, um ihren weitreichenden sozialen und sexuellen Kontakten ungestört nachgehen zu können.

Die Frau hat die Tat gestanden. Sie habe die Leiche in eine Decke gewickelt und in einen Einkaufskorb hinter einem Reifenstapel in der elterlichen Garage deponiert. Zwei Monate habe sie den Korb am Sportboothafens Saal bei Kelheim ausgesetzt. Dort fand schließlich ein Spaziergänger die stark verweste Leiche.

Update: Die Staatsanwaltschaft fordert 6 Jahre und 9 Monate Haft wegen Totschlags für die junge Frau. Die Verteidigung plädiert auf lediglich fünf Jahre. Das Urteil wird morgen um 10.30 Uhr gesprochen.

 

dpa / lby / SC