Autozulieferer Webasto verlängert Homeoffice-Regelung wegen Coronavirus

Webasto verlängert die Schließung der Firmenzentrale in Stockdorf bei München bis einschließlich 11. Februar 2020. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege informiert zur aktuellen Lage im Freistaat: alle acht Fälle in gesundheitlich stabilem Zustand.

 

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bleibt die Firmenzentrale von Webasto weiterhin geschlossen. Bislang infizierten sich insgesamt sieben Mitarbeiter mit dem Coronavirus. Um die Belegschaft zu schützen, arbeitet ein Großteil der mehr als 1.000 Mitarbeiter weitere neun Tage von zuhause aus in Homeoffice. ,,Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen“, erklärte Dr. Holger Engelmann, Vorsitzender des Vorstands von Webasto.

Bisher kam es im Verwaltungs- und Entwicklungszentrum durch die verstärkte mobile Arbeit zu keinerlei Einschränkungen im laufenden Betrieb. Nach Informationen der zuständigen Behörden, ist das Arbeiten unter Einhaltung der hohen Hygienestandards am Standort Stockdorf aus gesundheitlicher Sicht jederzeit möglich. Alle Gebäude auf dem Gelände wurden von Fachpersonal professionell gereinigt und desinfiziert, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Webasto hatte seine Firmenzentrale am 29. Januar nach Bekanntwerden der ersten Coronavirus-Infektionsfälle auf eigene Initiative geschlossen.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege informierte über eine Testaktion für Mitarbeiter von Webasto. Sie wurde zwischen dem 29. und 31. Januar durchgeführt und ergab bislang bei 143 ausgewerteten Proben zwei positive Befunde. Die Männer waren bereits als infiziert bekannt und gehören zu den acht Coronavirus-Fällen in Bayern. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass sich am Montagmittag nach Ärzte-Angaben alle acht Fälle in einem gesundheitlich stabilen Zustand befanden.