© Christian Schnurer

Ausstellung: Schwimmwesten aus Moria symbolisieren Schicksale

„Salva Vida – HOTSPOT“ heißt die Installation aus Videos und Rettungswesten des Münchner Künstlers Christian Schnurer im Regensburger donumenta ART LAB Gleis 1. Sie handelt von den Lebensbedrohungen an den Rändern Europas und spielt – aktueller denn je – auf Lesbos im Flüchtlingslager Moria. 

Die Installation im donumenta ART LAB Gleis 1 ist Teil des Projektes „Salva Vida“, einer Kooperation mit der Gemeinde Lesbos. Bei einem Hilfstransport im Januar 2016 importierte der Künstler 4.000 Schwimmwesten von Geflüchteten, um diese an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum zu „(de)platzieren“. 

„Ich möchte, dass die Zustände, die auf Lesbos herrschten zuhause sichtbar werden. Ich habe Moria und Lesbos im Januar 2016 als einen Ort der Hoffnung erlebt. Danach ist dieser Ort Schritt für Schritt zur Hölle geworden.“ Schnurer beschreibt die Bilder, die jetzt durch die Medien gehen als „das Ergebnis einer zutiefst unchristlichen Abschreckungspolitik der EU.“ Christian Schnurer, Künstler

Was hier passiert, nennt Schnurer „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Kunst kann vermitteln

Jede einzelne dieser Schwimmwesten steht für das Schicksal eines Menschen, die Angst um sein Leben und die Hoffnung auf Rettung. Jede dieser orangefarbenen Westen mahnt zur Hilfeleistung und erinnert an die Opfer unterlassener Hilfe. 

Auch in dieser Ausstellung geht es dem donumenta e.V. um den gesellschaftlichen Diskurs mit den Mitteln der Kunst: „Kunst kann vermitteln, wo Politik und Diplomatie an ihre Grenzen geraten“, sagt Regina Hellwig-Schmid, 1. Vorsitzende und künstlerische Leiterin des donumenta e.V. 

„Salva vida  – HOTSPOT“ – die Ausstellung im donumenta ART LAB Gleis 1 am Hauptbahnhof in Regensburg sehen Sie vom 18. September bis 18. Oktober jeden Mittwoch bis Sonntag 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr. 

pm/LS