Ausbau A3: Polizei gibt Verhaltenshinweise

Die Bauarbeiten zum 6-streifigen Ausbau der A3 zwischen der Anschlussstelle Rosenhof und dem Autobahnkreuz Regensburg werden in den kommenden Jahren zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen. Die Polizeiinspektion Oberpfalz hat in diesem Zusammenhang einige Verhaltenshinweise für Autofahrer, um die Beeinträchtigungen so minimal wie möglich zu halten. 

Noch diesen Monat starten die Baumaßnahmen der Autobahndirektion Südbayern. Vor allem Berufspendler, aber auch der Durchgangsverkehr und die Bevölkerung in Stadt und Landkreis Regensburg werden in den kommenden Jahren die Folgen deutlich zu spüren bekommen. 

Einfach umzusetzende Verhaltensweisen und die Einhaltung bestehender Vorschriften können jedoch maßgeblich dazu beitragen, dass der Verkehrsfluss auf der A3 und der A93 in Gang bleibt. Hierunter zählen die Planung von Fahrten, eine angepasste Geschwindigkeit, ein ausreichender Sicherheitsabstand zu den Vorausfahrenden, sowie Konzentration und Aufmerksamkeit. Sollte trotz Beachtung aller Hinweise ein Unfall nicht vermieden werden können, ist das richtige Verhalten in dieser Situation besonders wichtig. 

Eine vorausschauende Planung und Durchführung der Autofahrt in diesem Bereich ist von besonderer Bedeutung. Auf jeden Fall sollte immer ein zeitlicher Puffer eingeplant, oder die Fahrt - wenn möglich - außerhalb der Stoßzeiten durchgeführt werden. Somit kann ein unnötiger Zeitdruck vermieden und das Stresslevel so gering wie möglich gehalten werden. 

 

Parameter Geschwindigkeit, Abstand und gegenseitige Rücksichtnahme sind wichtig

Entscheidende Faktoren im Bezug auf Unfallursachen sind Geschwindigkeit, Abstand und gegenseitige Rücksichtnahme. Insbesondere im Baustellenbereich sollte vermehrt auf diese Parameter geachtet werden. Verantwortungsbewusste Fahrer leisten so einen entscheidenden Beitrag für ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer und beugen unfallbedingte Verzögerungen und Störungen vor. 

Zudem plant die Polizei Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen vor und im Baustellenbereich, denn: 

„Regeln werden insbesondere dann eingehalten, wenn sie auch überwacht werden!“

 

Tipps und Beachtung rechtlicher Vorgaben

Ist ein Unfall trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht vermeidbar, können durch einfach umzusetzende Tipps und die Beachtung rechtlicher Vorgaben die unfallbedingten Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden. 

Kommt es trotz aller Vorsicht doch zu einem Verkehrsunfall, können die Auswirkungen in und um Regensburg sehr gravierend sein. Einfach umzusetzende Tipps und die Beachtung der rechtlichen Vorgaben können und sollen helfen unfallbedingte Beeinträchtigungen zu minimieren:

  • Bagatellunfälle (§ 34 Absatz 1 Nr. 2 der Straßenverkehrsordnung): Unfallbeteiligte müssen bei geringfügigen Schäden die noch fahrbereiten Fahrzeuge nach den ersten Abklärungen unverzüglich auf die Seite fahren. Gerade in Baustellenbereichen können sich solche Bagatellunfälle sehr schnell negativ auf den Verkehrsfluss auswirken - somit ist die Pflicht der Beteiligten, das Fahrzeug so schnell wie möglich auf die Seite zu fahren, besonders wichtig. Hierzu können ausgewiesene Unfallbuchten im Baustellenbereich verwendet werden, oder es muss an der nächsten Anschlussstelle die Autobahn verlassen werden. Eine Nichtbeachtung kann mit einem Verwarngeld von bis zu 35 € belegt werden. 
  • Rettungsgasse (§ 11 Nr. 2 der Straßenverkehrsordnung): Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder stehen, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Um die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen nicht zu behindern, muss zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen eine Rettungsgasse gebildet werden. Es sollte auch relativ frühzeitig an die Bildung der Rettungsgasse gedacht werden, denn: je eher die Polizei oder Hilfsfahrzeuge an die Unfallstelle gelangen, desto schneller kann die Fahrbahn auch wieder geräumt und für den Verkehr freigegeben werden. Bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld von bis zu 320 € und ein einmonatiges Fahrverbot. 
  • Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten (§ 36 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung): Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten sind selbstverständlich zu befolgen. Diese gehen allen anderen Anordnungen und sonstigen Regeln voraus, entbinden den Verkehrsteilnehmer jedoch nicht von seiner Sorgfaltspflicht. Ein direktes Eingreifen der Polizei auf den Verkehrsfluss muss immer Folge geleistet werden, auch wenn dies bedeutet, die Autobahn zu verlassen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Beeinträchtigungen auf das gesamte und auch überregionale Verkehrsgeschehen so gering wie möglich zu halten. 

 

Die Oberpfälzer Polizei wünscht allen Verkehrsteilnehmern allzeit gute und unfallfreie Fahrt!

 

pm/MB