Asyl-Kritik aus Regensburg

Momentan ist es das Thema in ganz Bayern. Flüchtlinge und Asylbewerber aus den Krisenregionen der Welt kommen in Scharen in den Freistaat. Die Erstaufnahmeeinrichtung in der Münchener Bayernkaserne war schnell überfüllt. Übergangslösungen mussten her. “Im Asyl herrscht Chaos” so der Leiter der Auslandsbehörde in Regensburg Wolfgang Sedlaczek. Er äußerste im Rahmen einer Veranstaltung für ehrenamtliche Helfer Kritik am Münchner Erstaufnahmelage. So würden unter anderem Medizinische Untersuchungen vernachlässigt, so können Asylbewerber mit bestimmten Krankheiten nach Regensburg kommen. Seine Worte schlugen heute hohe Wellen.

Auch die Regierung der Oberpfalz hat sich zu Wort gemeldet:

„Die Situation in der Erstaufnahmeeinrichtung München ist seit vielen Wochen stabil. So hat beispielsweise die Bayernkaserne bei einer Kapazität von 1200 Plätzen derzeit eine Belegung von 525 Personen. Gleichzeitig ist ein weiterhin anhaltend hoher Zugang im Ankunftszentrum in der Baierbunnerstr. in München zu verzeichnen. Durchschnittlich kommen dort zwischen 150 und 200 Personen innerhalb von 24-Stunden an. Die dort ankommenden Asylbewerber werden alle mit einem medizinischen Kurzscreening versorgt, bevor sie entweder in die für sie zuständigen Erstaufnahmeeinrichtungen in Bayern bzw. in anderen Bundesländern weitergeleitet werden oder in die AE München und ihre Dependancen verlegt werden. “

Es könne jedoch sein, dass einzelne Screenings versäumt wurden, trotzdem:

„Von der Regierung von Oberbayern wurde für die Asylbewerber, die in der AE München aufgenommen worden sind, die Freigabe, die Voraussetzung für die Zuweisung in die dezentrale Unterbringung auch in andere Regierungsbezirke ist, stets nur nach durchgeführter Gesundheitsuntersuchung erteilt.“

Im Landratsamt war zu den Vorwürfen heute eine Pressekonferenz angesetzt, mehr dazu gibt es um 18:00 Uhr im TVA Journal.

MF