© Stefan Effenhauser

Arena Regensburg: Spatenstich für den Jahn Turm

Neben der Arena Regensburg entsteht ein ganz besonderer Treffpunkt für Jahn Fans: In den nächsten Monaten entsteht dort eine Replik des legendären Jahn Turms aus dem alten Stadtion an der Prüfeninger Straße der in eine tribünenähnliche Anlage mit rund 150 Sitzplätzen eingebettet wird.

„Ich freue mich sehr, dass die Stadt Regensburg dieses Projekt gemeinsam mit dem SSV Jahn und dem Betreiber das Stadtwerk Regensburg.Bäder und Arenen GmbH realisieren kann“, so Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarz­fischer anlässlich des Spatenstichs.

„Die Zuschauer der Heimspiele können sich in Zukunft an der nahen Außenschankgastronomie mit Getränken und Snacks versorgen und dann die besondere Atmosphäre rund um den Turm genießen“, ergänzt Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg.

Hans Rothammer, Vorstandsvorsitzender des SSV Jahn Regensburg betont: „Der Jahn Turm ist als Begegnungsstätte für die Fans von großer Bedeutung. Es ist gut, dass das Projekt nun verwirklicht werden kann.“

Für die Verantwortlichen ist aber auch der museale Charakter wichtig, der die Historie des SSV Jahn Regensburg und die Fußballentwicklung in der Stadt Regensburg aufarbeitet.

„Der Fußball bringt die Menschen in Regensburg seit Jahrzehnten zusammen. 12 Stelen sollen daran erinnern und zudem auch Anlass für neue Begegnungen sein“, erklärt Dr. Christian Keller, Geschäftsführer des SSV Jahn.

Zum Zeitrahmen von der Planung bis zum Bau

Um allen Interessengruppen gerecht zu werden, hat man sich entschieden, das Projekt nach Fertigstellung und Etablierung der neuen Arena zu realisieren. Es wurde seitens des SSV Jahn eine Projektgruppe initiiert, welche neben haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern auch Fanvertretungen beinhaltete. Diese Projektgruppe hat einen ersten Entwurf erarbeitet. Nachdem man sich dazu entschlossen hat, das Projekt tatsächlich voranzutreiben, wurde das Stadtwerk.Arenen mit der Leitung des Projekts und der Projektgruppe beauftragt.

In rund 15 Gesprächsterminen wurde das Konzept erarbeitet, diskutiert und vorangetrieben. Es war allen Beteiligten sehr wichtig, den Jahn Turm so zu bauen, dass sich die Fans auch wirklich damit identifizieren können und sich in dessen Umfeld wohlfühlen. Die entsprechenden Gruppierungen wurden über die Fanvertretungen regelmäßig informiert und inhaltlich mitgenommen. Nachdem das Konzept finalisiert war, wurde die Finanzierung geklärt und im Anschluss konnten die tatsächlichen bautechnischen Planungen begonnen werden und die Baugenehmigung im Mai 2019 beantragt werden.

Die Genehmigung wurde im Oktober 2019 erteilt, danach wurden unter der Verantwortung von Projektleiter Sebastian Graf, Betriebsleiter der Arena Regensburg, die weiteren Schritte eingeleitet und die Leistungen öffentlich ausgeschrieben. Der Hauptauftrag über das Gewerk der Baumeisterarbeiten wurde im Januar 2020 vergeben.

Ausführendes Bauunternehmen ist die Firma Jäger Bau GmbH aus Rettenbach. Der Turm wird in seiner Kubatur originalgetreu nachgebaut, 6 Meter hoch, 4,5 Meter breit und 2,7 Meter tief, allerdings für die Allgemeinheit nicht begehbar sein. Die Gesamtkosten betragen rund 175.000 Euro, die von der Stadt Regensburg und dem SSV Jahn getragen werden.

Neben Statik- und Bodengutachten mussten auch Stellungnahmen zum Brandschutz eingeholt werden. Da sich die Örtlichkeit angrenzend zum Hauptfluchtweg befindet, über den im Ereignisfall bis zu 15.000 Zuschauer geräumt werden, musste dies selbstverständlich bei allen Planungen berücksichtigt werden. Die Bauarbeiten sind witterungsabhängig, die Fertigstellung ist für die Jahresmitte rund um das Saisonende der Jahnelf angepeilt. „Fest steht, dass wir rund um den fertigen Jahn Turm ein Fest für alle organisieren werden“, sind sich alle Beteiligten einig.

 

Pressemitteilung das Stadtwerk.Regensburg