Arbeitsmarkt: Mehr Arbeitslose im Januar

Dass der Arbeitsmarkt in der kalten Jahreszeit saisonbedingt etwas schwächelt, das ist nichts ungewöhnliches. In diesem Jahr sind aber einige Faktoren mit im Spiel, die es dem Arbeitsmarkt etwas schwerer machen. Zum Einen ist das natürlich der neu eingeführte Mindestlohn- zum Anderen die Sanktionen gegen Russland, die auch auf die heimische Wirtschaft Auswirkungen haben. Große Einbrüche bei den Arbeitslosenzahlen sind deshalb aber nicht zu verbuchen. Im Gegenteil: Der Arbeitsmarkt in Ostbayern steht recht stabil da. Die Zahl der Arbeitslosen bleibt unter dem Niveau des Vorjahres.

Nach Berechnungen von Experten ist die Zahl der Arbeitslosen in Bayern trotz verbesserter Konjunkturlage zum Jahresanfang auf knapp 300 000 gestiegen. Dies wären rund 48 000 mehr als im Dezember, aber gut 4000 weniger als vor einem Jahr.

Der Hauptgrund dafür ist nach Ansicht von Fachleuten das frostige Winterwetter, das auf vielen Baustellen zu witterungsbedingten Zwangspausen führe. Aber auch das Ende des Weihnachtsgeschäfts gehe vor allem im Handel mit Stellenverlusten einher. Zudem sei das Jahresende ein beliebter Kündigungstermin. Bis sie eine neue Stelle gefunden haben, meldeten sich Betroffene vorübergehend arbeitslos. Ohne diese jahreszeitlichen Effekte wäre die Zahl der Erwerbslosen im Januar sogar leicht gesunken.

Hier die Zahlen aus Ostbayern im Detail:

Quote Vorjahr Veränderung Absolute Zahl
Cham 5,0 5,3 -0,3 1.640
Regensburg-Stadt 4,7 4,4 -0,3 3.727
Regensburg-Land 2,9 2,7 -0,2 3.119
Kelheim 3,7 3,9 -0,2 2.429
Stadt Straubing 6,2 6,8 -0,6 1.524
Landkreis Straubing-Bogen 1,4 1,4 0 2.254

Und hier die ausführlichen Daten der Agentur für Arbeit:

Regensburg (u.a. Stadt und Landkreis Regensburg, Landkreis Kelheim)
Deggendorf (u.a. Landkreis Straubing-Bogen, Stadt Straubing)
Schwandorf (u.a. Landkreis Cham)

MF/CB/dpa