Angebliche Vergewaltigung: Weiter viele Fragen offen

Nach wie vor ungeklärt ist der tatsächliche Geschehensablauf zu einer angeblichen überfallartigen Vergewaltigung wie ihn eine 22-jährige Frau aus Regensburg in den frühen Morgenstunden des 27.07.2014 gegenüber Polizeibeamten geschildert hatte. Demnach war die Frau gegen 00.30 Uhr bei einem nächtlichen Spaziergang in der Isarstraße, im Regensburger Stadtnorden von drei Männern abgepasst und in ein Fahrzeug gezerrt worden. Wenig später habe sie einer der drei Männer ausgezogen und im Auto vergewaltigt. Danach habe man sie an den Ausgangsort zurückgebracht und im Bereich der Isarstraße nackt aus dem Fahrzeug gestoßen. Von dort sei sie zu ihrer in der Nähe liegenden Wohnung gelaufen.

Vergewaltigung war erfunden – Polizei zog Fahndung sofort zurück

Wie bereits berichtet hat die damals konkret angezeigte Tat nicht stattgefunden. Dies war das Resultat der aufwändig durchgeführten umfassenden Ermittlungsmaßnahmen der zuständigen Ermittlungsgruppe. Die Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern, einschließlich veröffentlichter Phantombilder, nahmen die Polizei zum schnellstmöglichen Zeitpunkt zurück. Dies war auch dem gestörten Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung geschuldet.

Viele offene Fragen: Ermittlungen laufen weiter in alle Richtungen

Damit sind aber der tatsächliche Geschehensablauf, insbesondere die Entstehung der bei der Anzeigenerstatterin festgestellten Verletzung, sowie die Hintergründe der Anzeigenerstattung immer noch ungeklärt. Diesen offenen Fragen wird nach wie vor im Rahmen der in alle Richtungen laufenden Ermittlungen nachgegangen. Laut Polizei erweisen sich die Ermittlungen als schwierig, da bislang keine neutralen Zeugen ermittelt werden konnten und die Anzeigenerstatterin, die zwischenzeitlich anwaltlich vertreten wird, zum tatsächlichen Geschehen und zu den Hintergründen der Anzeigenerstattung keine Angaben macht.

MK/ pm