Ambulantes Entbinden im Regensburger Geburtshaus

Die Zahl der Krankenhaus-Geburten in Bayern geht weiter zurück. Das meldete das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Ende Oktober. Die Zahl der Geburten auf den Entbindungsstationen sank 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf knapp 101 000. Gegenläufig ist der Trend bei Kaiserschnittgeburten in Krankenhäusern. Mittlerweile kommt jedes dritte Kind in einer bayerischen Klinik per Kaiserschnitt auf die Welt.


 

Was ist aber mit Frauen, die ihr Kind am liebsten überhaupt nicht in einer Klinik auf die Welt bringen wollen. Sondern zum Beispiel in einem Geburtshaus? Diese Möglichkeit gab es bisher nur weiter weg z.B. in Dingolfing, Ingolstadt oder Furth im Wald. Aber seit Oktober gibt es auch ein Geburtshaus in Regensburg.
Geschäftsführerin Stephanie Hegenbarth hatte die Idee zu diesem Projekt. Mit einem kleinen Team aus zwei Hebammen, Heilpraktikern und Therapeuten bietet sie Kurse rund um die Schwangerschaft an. Herzstück ist natürlich die ambulante Entbindung.
Der große Unterschied zu vielen Geburten im Krankenhaus: Es gibt keinen Hebammenwechsel. Die schwangere Frau kennt ihre Hebamme von der Schwangerschaft an und betreut sie auch während der gesamten Geburt und danach. Außerdem ist die Regensburger Einrichtung nicht hebammengeleitet. Stephanie Hegenbarth ist Geschäftsführerin, damit können sich die Hebammen voll und ganz auf ihre wichtige Arbeit konzentrieren.

MaG