„Allee des Jahres“ – Sonderpreis für Regensburg

“Allee des Jahres 2015“ ist eine Eichenallee im Landkreis Verden in Niedersachsen zwischen Kirchlinteln und Kükenmoor. Das Siegerfoto von Antje Hansen-Käding aus Niedersachsen konnte sich gegen 170 weitere Vorschläge durchsetzen, die von einer Jury des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Rahmen des bundesweiten Fotowettbewerbs zur „Allee des Jahres“ gesichtet wurden. Anlass für die Auszeichnung ist der „Tag der Allee“ am 20. Oktober, den Umweltschutzorganisationen vor neun Jahren aus der Taufe gehoben hatten. „Alleen sind wertvolle Kulturgüter. Sie verbinden außerdem Biotope und dienen zahlreichen Tierarten als Lebensraum, Nahrungs- und Fortpflanzungsstätte, darunter auch besonders geschützten Insekten und Fledermäusen“, sagte Katharina Brückmann, BUND-Expertin für Alleenschutz. Mit der Prämierung der „Allee des Jahres“ will der BUND auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleebäumen sowie auf die Bedrohung der biologischen Vielfalt aufmerksam machen.

Den zweiten Platz des Fotowettbewerbes belegte Dr. Wolfgang Schielke aus Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Herbstfoto der Allee an der alten Pflasterstraße zwischen Greifswald und Stralsund. „Alle Farben des Herbstes sind hier in der Abendsonne wie im Märchen traumhaft zusammengefügt worden“, beschrieb Dr. Schielke sein Foto.

Der dritte Preis des Fotowettbewerbs zur „Allee des Jahres“ geht in diesem Jahr an das Bild „Harmonie“, das Carmen Sommerfeld in Pessin, Brandenburg, fotografierte. Die Jury lobte den dargestellten Erlebniswert einer Allee: Alleebäume schützen vor Regen, Sonne und Wind. Markierungen weisen weithin sichtbar den Weg. Alleebäume und Verkehrssicherheit schließen sich nicht aus.

Einen Sonderpreis für Alleen in Parkanlagen erhielt Rudolf Rinner für das Foto einer Allee auf einer Flussinsel der Donau, dem Oberen Wöhrd im Stadtgebiet von Regensburg. Hier passt sich ein schlängelnder Weg respektvoll den Bäumen an, nicht umgekehrt. „Das Foto ist eine Einladung, diese Alleen zu Fuß zu erleben“, befand die Jury des BUND.

Pressemitteilung/MF