Akademie für Darstellende Kunst soll in ehemalige Musikschule einziehen

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs wird dem Stadtrat eine neue Nutzung des städtischen Gebäudes in der Kreuzgasse vorschlagen, in dem bisher die Sing- und Musikschule untergebracht war. Nach den Vorstellungen des Oberbürgermeisters und der Koalition soll das nun leerstehende Gebäude an die seit 2001 in Regensburg ansässige Akademie für Darstellende Kunst (ADK) Bayern vermietet werden. Nach internen Beratungen hat die Koalition diesen Vorschlag ausdrücklich begrüßt.

Die ADK ist bislang in einem Gewerbegebäude an der Kumpfmühler Brücke untergebracht. Dort ist jedoch in absehbarer Zeit der Bau eines Nahversorgungszentrums vorgesehen, das im Zusammenhang mit einem großen Neubaugebiet entstehen wird. Deshalb ist die ADK auf der Suche nach neuen geeigneten Räumlichkeiten.

Nach Ansicht von OB Wolbergs ist ein Umzug der Akademie in das ehemals von der Sing- und Musikschule genutzte Haus in der Kreuzgasse ideal: „Die Stadt hat eine rasche Nachfolgenutzung für das Gebäude, wir werden dort langfristige Mieteinnahmen haben, weil die ADK einen 25-Jahres-Vertrag anstrebt, und ganz aktuell ist die Akademie für Darstellende Kunst eine große Sorge los“, erklärt Wolbergs, der auch darauf hinweist, dass das Gebäude im Fall einer Nutzung durch die ADK erst noch saniert und in Teilen umgebaut werden muss. Da schnelles Handeln erforderlich ist, wird – falls der Stadtrat zustimmt – ein zügiger Abschluss des Umbaus angestrebt.

Die Kosten würden sich nach bisherigen Berechnungen auf etwa 1,5 Millionen Euro belaufen, wovon rund die Hälfte der Freistaat als Zuschuss in Aussicht stellt. Die restliche Summe entfiele auf die Stadt ebenso wie gegebenenfalls ein jährlicher Betriebskostenzuschuss an die ADK.

 

„Die Vorteile liegen deutlich auf der Hand“

„Ich hoffe sehr, dass die Stadträtinnen und Stadträte von diesem Projekt überzeugt sind, so wie ich“, sagt Wolbergs. „Die Vorteile liegen ja deutlich auf der Hand – zumal da wir, wenn der Stadtrat diese Lösung unterstützt, in der westlichen Altstadt ein neues Kreativquartier für die Schönen Künste bekommen, bestehend aus dem Theater, der Sing- und Musikschule und der Akademie für Darstellende Kunst. Und außerdem geht es um Arbeits- und Ausbildungsplätze im Bereich der Kreativ- und Kulturwirtschaft, in der die Stadt ganz besondere Entwicklungsmöglichkeiten sieht.“

Derzeit beschäftigt die Akademie für Darstellende Kunst Bayern zwei festangestellte Kräfte in der Verwaltung, zudem gibt es zwei Teilzeitstellen im Sekretariat und eine Stelle im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres. Desweiteren sind insgesamt 40 Dozentinnen und Dozenten beziehungsweise Gastdozentinnen und –dozenten in der ADK tätig. Die Zahl der Studierenden liegt aktuell bei 40.

Zudem betont Wolbergs: „Die ADK, die zahlreiche Angebote hatte, in andere Städte umzusiedeln, ist eine große Bereicherung für das kulturelle Leben in unserer Stadt und zudem ein großer Imagefaktor.“
Der OB bedankt sich ausdrücklich bei der Regierung der Oberpfalz und den städtischen Dienststellen für die ausgesprochen gute Zusammenarbeit bei diesem Projekt.

 

Eng mit Regensburg verbunden

Elmar Cichy, Leiter der AKD, betont: „Wir freuen uns darüber, dass sich für uns eine Lösung in Regensburg abzeichnet. Nach 14 Jahren ADK in Regensburg fühlen wir uns mit der Stadt sehr verwurzelt und verbunden. Wir bedanken uns bei allen, die uns dabei unterstützen, in Regensburg ein neues Domizil zu finden. Damit wollen wir in Regensburg dauerhaft einen bedeutenden künstlerischen Ausbildungsbetrieb im tertiären Bildungssektor anbieten.“

 

pm