Aiwanger fordert von Bund-Länder-Treffen Signal für Osterurlaub

Die Corona-Zahlen in Bayern steigen weiter an. Laut Experten befinden wir uns aktuell in der dritten Welle. Doch bald ist Ostern, doch wie kann man seinen Osterurlaub in der Pandemie verbringen? Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert vom Bund-Länder-Treffen ein Signal für den Osterurlaub.

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert von der Bund-Länder-Schalte zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie am Montag «ein klares Signal für Osterurlaub in Deutschland». Das Ostergeschäft sei für Viele «der letzte rettende Strohhalm», sagte Aiwanger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Tausende Betriebe stünden finanziell und emotional mit dem Rücken zur Wand, «da darf die Politik nicht mehr länger zusehen», forderte Aiwanger. Auch aus Sicht des Infektionsschutzes halte er Urlaub in Bayern für besser als auf Urlaubsinseln im Süden mit diversen zusätzlichen Kontakten.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte den Funke-Zeitungen: «Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das kann niemand verstehen - und ich kann es auch niemandem erklären». Auch an der deutschen Küste gebe es zum Teil niedrige Inzidenzwerte.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte rasche Entscheidungen zu Tourismus in Deutschland angemahnt. «Wir werden über Ostern reden müssen», sagte sie am Dienstag in Schwerin mit Blick auf die bevorstehenden Bund-Länder-Beratungen. «Ich glaube, dass es schwer vermittelbar ist, dass die Bundesregierung einerseits jetzt wieder Urlaub in anderen Ländern freigegeben hat, zum Beispiel Urlaub auf Mallorca, und gleichzeitig kein Urlaub im eigenen Bundesland möglich ist.»

 

dpa/MB

 

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