3.000 Liter Desinfektionsmittel ausgelaufen – Technischer Defekt?

Am 30.11.15 trat in einem Betrieb in Niederharthausen eine größere Menge Desinfektionsmittel aus. Diese Flüssigkeit hat einen Anteil von 85 Prozent Ameisensäure, welche stark ätzend und brennbar ist. Am 03.12.15 war ein hinzugezogener Gutachter vor Ort im Betrieb.

Wie am 03.12.15 berichtet, wurde auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Straubing ein Gutachter hinzugezogen. Dieser besichtigte am 03.12.15 die Austrittsörtlichkeit des Desinfektionsmittels im Betrieb in Niederharthausen. Nach derzeitigem Sachstand wird von einem technischen Defekt ausgegangen

 

Ursprüngliche Meldungen:

Am 30.11.15 trat in einem Betrieb in Niederharthausen eine größere Menge Desinfektionsflüssigkeit aus. Diese Flüssigkeit hat einen Anteil von 85 Prozent Ameisensäure, welche stark ätzend und brennbar ist. Sie sollte auf gar keinen Fall eingeatmet werden. Es waren zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, des Landratsamts Straubing-Bogen, des Gewerbeaufsichtsamts und einer Spezialfirma zur Entsorgung im Einsatz.

Der Austritt des Desinfektionsmittels war von einem Mitarbeiter des Betriebs festgestellt worden. Er wurde dabei leicht verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Die Einsatzkräfte waren bis spät abends im Einsatz bis die Flüssigkeit abgepumpt war.

Die Kriminalpolizei Straubing hat die Ermittlungen aufgenommen. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Straubing wurde nun ein Gutachter hinzugezogen. Bisher kann weder ein technischer Defekt noch menschliches Verschulden ausgeschlossen werden.

 

03.12.2015:

Nach neuesten Erkenntnissen sind bei dem Desinfektionsmittelaustritt heute Morgen ca. 3.000 Liter dieser Flüssigkeit ausgelaufen. Als Ursache wird derzeit von einem technischen Defekt ausgegangen. Diese 3.000 Liter Desinfektionsmittel haben sich auf zwei Stockwerke des Betriebes verteilt. Eine Gefahr für die Umwelt ist dabei nicht entstanden. Inzwischen sind die Feuerwehren aus Deggendorf und Altenthann vor Ort, welche über Spezialgeräte verfügen mit welchen diese Flüssigkeit aufgesaugt und anschließend in ein bereitstehendes Tankfahrzeug umgepumpt werden kann. Als Einsatzleiter vor Ort fungiert Kreisbrandrat Uttendorfer mit Unterstützung vom Kreisbrandinspektor Schmitzer, welcher der Gefahrgutbeauftragte der Feuerwehren des Lkr. Straubing-Bogen ist. Insgesamt sind derzeit 102 Feuerwehreinsatzkräfte verschiedener Landkreisfeuerwehren und der Feuerwehren aus Deggendorf und Altenthann im Einsatz.

 

30.11.2015:

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften ist derzeit wegen dem Austritt einer größeren Menge von Desinfektionsflüssigkeit in Niederharthausen, Gde. Aiterhofen im Einsatz.

Am Montag (30.11.2015) um 08:30 Uhr wurde die Einsatzzentrale des PP Niederbayern von der ILS über einen Schadstoffaustritt größeren Ausmaßes informiert. Vor Ort wurde festgestellt, dass es sich um eine Desinfektionsflüssigkeit mit einem Anteil von 85 Prozent Ameisensäure handelt. Ameisensäure ist stark ätzend, brennbar und sollte aus diesen Gründen auf keinen Fall eingeatmet werden. Zur genauen Menge können bislang noch keine Angaben gemacht werden, ebenso nicht zur Ursache des Austritts.

An der Einsatzstelle sind Kräfte der Feuerwehr, ein Spezialtrupp für Gefahrgut des Polizeipräsidiums Niederbayern, das LRA Straubing-Bogen, das Gewerbeaufsichtsamt und eine Spezialfirma zur Entsorgung vor Ort.

Entdeckt wurde der Schadstoffaustritt durch einen Mitarbeiter, der dabei auch leicht verletzt und ärztlich versorgt wurde. Die Feuerwehr ist derzeit mit der Gefahrenbeseitigung beschäftigt. Die Einsatzstelle ist weiträumig abgesperrt, so dass keine Gefahr für die Allgemeinheit besteht. Die Absperrmaßnahmen dauern noch längere Zeit an.

PM/MF