ADAC Tourismuspreis Bayern: Vier von sechs Nominierungen kommen aus Ostbayern

“Erfindungen“ und kreative Innovationen, die während, nach und aufgrund der Corona-Krise entstanden sind, werden in diesem Jahr mit dem ADAC Tourismuspreis Bayern unter dem Motto „Sonderpreis Re-Start“ ausgezeichnet. Dabei stammen vier der sechs nominierten Projekte aus Ostbayern.

Dieses Jahr steht der ADAC Tourismuspreis, der seit 2013 zur Förderung der kreativen Weiterentwicklungen in der Tourismusbranche verliehen wird, unter dem Motto "Re-Start". Die Pandemie stellt die Tourismusbranche vor noch nie dagewesenen Herausforderungen, was neu erdachte und innovative Konzepte sowie Strategien erfordert, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Dabei stehen vier ostbayerische Projekte aus den insgesamt 41 Einreichungen in der engeren Auswahl für den Preis.

Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, freut sich über diese erste Würdigung: „Das zeigt, wie innovativ im Tourismus in Ostbayern gearbeitet wird“. Qualität, Service- und Gästeorientierung sowie Nachhaltigkeit wurden bei der Auswahl der Projekte ebenso berücksichtigt wie Kreativität und Originalität.

In der Endausscheidung des ADAC-Tourismuspreises liegen die Online Buchung Service GmbH mit der Restart Kampagne „Jetzt! Stark machen für die Zeit danach“ für Gastgeber im Onlinevertrieb, der Tourismusverband Ostbayern mit der Restart Kampagne „I mog Bayerischer Wald“, die Regensburg Tourismus GmbH mit einem neuen Angebot für dezentrale hybride Events in Regensburg sowie das Wellnesshotel Bayerwaldhof in Liebenstein bei Bad Kötzting, mit dem Hygienesiegel „Sicherheit mit Herz“.

Die Nominierungen aus Ostbayern:

Online Buchung Service GmbH mit der Restart Kampagne für Gastgeber im Onlinevertrieb

„Jetzt! Stark machen für die Zeit danach“, lautet die Aktionskampagne der OBS OnlineBuchungService GmbH, einem Unternehmen des Tourismusverbandes Ostbayern, die zum Lockdown gestartet wurde und sich an Unterkunftsbetriebe richtet. Die OBS betreut mehrere tausend Gastgeber und Tourismusorganisationen bayernweit in ihrer Onlinevertriebstätigkeit. Ziel ist es gestärkt aus der Krise zu gehen, indem man die Zeit des Lockdowns nutzt, um sich auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten, die der Buchungsmarkt in Zeiten von Corona fordert und von der man sich jedoch auch einen Digitalisierungsschub erhofft. Die OBS fordert dabei ein Umdenken und ein sich „Neu-Aufstellen“ von den bayerischen Vermietern. Gleichzeitig bitete sie den Gäste ein kurzfristigeres Buchen sowie flexible Stornierungsbedingungen.

© OTV
 

Regensburg Tourismus GmbH mit dem Projekt „Gemeinsam sicher Tagen mit dezentralen hybriden Events“

Durch die Corona-Krise kamen Tagungen und Kongresse nahezu zum Stillstand. Die Kapazitäten waren aufgrund der Abstandsregeln stark eingeschränkt. Die Regensburg Tourismus GmbH (RTG) suchte daher nach einer Lösung, wieder Veranstaltungen durchführen zu können, um Regensburg zum Re-Start nach der Coronakrise zukunftssicher aufzustellen. Vor diesem Hintergrund entwickelte die RTG zusammen mit weiteren Partnern aus Regensburg das neue Konzept eines „dezentralen hybriden Events“. Dabei wird während der Veranstaltung abwechselnd aus unterschiedlichen Orten in Regensburg oder anderswo live berichtet, während die anderen Teilnehmer digital zugeschaltet sind.
Eine preislich attraktive Streaming-Technik ist die Grundlage dieses Veranstaltungsformats in Regensburg. Das Konzept trägt durch kürzere Anreisewege, aber auch die Möglichkeit der digitalen Teilnahme beispielsweise internationaler Gäste zur Nachhaltigkeit bei. Die positiven Erfahrungen persönlicher Begegnungen bleiben dadurch bestehen bzw. sind wieder möglich.

 

Tourismusverband Ostbayern mit der Restart Kampagne „I mog Bayerischer Wald“

 

Mit der Restart-Kampagne „I mog Bayerischer Wald“ symbolisiert mit einem Herz, stärkt der Tourismusverband Ostbayern den Zusammenhalt in der Touristikerfamilie, bietet touristischen Akteuren Orientierung und Perspektive, erhält den Kontakt zu den Gästen aufrecht und zeigt Markenpräsenz. Gemeinsam mit den Tourismusfachkräften aus den sechs Bayerwald-Landkreisen entwickelte man die Kampagne und führte diese in kürzester Zeit in den Markt ein. Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung waren dabei die Eckpfeiler der Kampagne.
Durch die Analyse des Marktes und die Beobachtung des Reisemarktes zog man Rückschlüsse auf das Reiseverhalten nach dem Lockdown: In der Urlaubsplanung werden Reisen im eigenen Land und das Bedürfnis nach Sicherheit eine übergeordnete Rolle spielen. Durch die Tipps der Touristiker wollte man vor allem über die Sozialen Medien die Besucherströme lenken und Ausflugstipps und -ziele stärken, die weniger frequentiert sind. Ziel war es, Wertschöpfung in die Region zu bringen und dabei vorausschauend zu agieren, aber auch Naturräume zu schützen. Neue Werbeformate wie Tipps und Ideen unter dem Hashtag „zsammhoitn“ und die „Lieblingsplätze“ halfen zusätzlich dabei Gäste zu inspirieren und gleichzeitig Sehnsucht zu wecken.

Bayerwaldhof Liebenstein, Bad Kötzting, mit dem Hygienesiegel „Sicherheit mit Herz“

 

Hygiene sowie Sicherheit werden auch nach Corona ein Alleinstellungsmerkmal sein. Darauf fußt das Hygienekonzept "Sicherheit mit Herz" des Wellnesshotels Bayerwaldhof in Bad Kötzting. Das Konzept beinhaltet zum einen digitale Innovationen für die Mitarbeiter, wie die eigens kreierte Reinigungs-QR-Code App, durch die Informationen über alle Maßnahmen vor Ort vollautomatisiert an die Gäste weitergegeben werden. Zum anderen gehört eine hochwertig designte und auf das Corporate Identity des Unternehmens abgestimmte Hygieneinfrastruktur wie Spender, Masken, Bodenmarkierungen und Logos zum Hygienesiegel.
Das Hygienekonzept wurde auf die Nachhaltigkeitsphilosophie des Hauses abgestimmt, indem man durch den Einsatz von digitalen Innovationen fast 25.000 Blatt Papier sparte sowie beim Einkauf der Hygieneprodukte auf regionale Lieferketten setzte. Und das Konzept "Sicherheit mit Herz", was die Entlastung des Hotelpersonals und den Komfort der Gäste vorsieht, scheint laut den positiven Rückmeldungen aufzugehen.

 

Allgemeine Informationen: https://ostbayern-tourismus.de sowie https://partner.ostbayern-tourismus.de.

 

PM Tourismusverband Ostbayern/JM