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ADAC Südbayern: 14.000 neue Mitglieder bei den gelben Engeln

 

Auch beim ADAC musste man umdenken und hat deshalb heute zum ersten Mal die Mitgliederversammlung über das Internet gemacht. Da gab es durchaus gute Nachrichten, zum Beispiel gibt es knapp 14.000 neue Mitglieder.

In der Corona-Krise vertrauen immer mehr Menschen auf Hilfe, Rat und Schutz durch den größten Verein im Freistaat: Der ADAC Südbayern konnte auch im Pandemie-Jahr 2020 um 13.944 Neu-Mitglieder zulegen. Damit stieg der Bestand auf 2.068.097. Dies gab Vorsitzender Dr. Gerd Ennser heute bei der Mitgliederversammlung des Regionalclubs bekannt, die aufgrund der aktuellen Lage in digitaler Form über die Bühne ging. Die 192 live zugeschalteten Delegierten honorierten diese Leistung mit einer 99,82-prozentigen Entlastung des Vorstands.

„Wir haben in dieser schwierigen Phase einmal mehr bewiesen: Mit Weitsicht und Mut, einem kon- struktiven Miteinander zwischen Haupt- und Ehrenamt und den richtigen Entscheidungen können wir den Club durch diese Zeit manövrieren. Und deswegen haben uns die Mitglieder die Treue ge- halten“, sagte Ennser. „Deutschlandweit zählen über 21 Millionen Menschen auf den ADAC, weil sie wissen: Auf uns ist Verlass – auch und gerade in schwierigen Zeiten. Wir sind da. Jetzt erst recht.“ Freilich hatte auch der ADAC Südbayern vor allem im Bereich seiner 18 Reisebüros mit enormen Einbußen zu kämpfen, auf diese aber mit neuen Angeboten für den „Urlaub dahoam“ und erdge- bundenen Zielen reagiert. „Und: Durch die Pandemie hat das Auto als viren- und infektionssicheres Individualverkehrsmittel an Bedeutung gewonnen“, betonte Ennser. „Und für diese mobilen Menschen bietet der ADAC mit seinen Mitgliedschaftsmodellen und weiteren Angeboten die perfekte Absicherung.“ Zudem beschäftigt sich der Club aber auch mit den Zukunftsthemen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und will sich mit seiner Expertise auf dem Sektor der Antriebswende einbringen. Die Mitglieder sind mit diesem Weg einverstanden und segneten auch den Haushaltsansatz für 2021 mit 99,98 Prozent Zustimmung ab.

 

Zuvor hatten die Vorstände aus den einzelnen Ressorts sowie Geschäftsführer Christoph Walter umfassende Einblicke in die Arbeit des Clubs und die Strategien und Lehren aus der Corona-Krise gegeben. Ihre Kernaussagen und die wichtigsten Projekte:

Manfred Sensburg (Vorstand für Mitgliederleistungen und Vertrieb)

„Uns kommt zugute, dass wir auf so vielen Kanälen für die Mitglieder und Kunden da sein können: auch und gerade in unseren 18 ADAC Geschäftsstellen und Reisebüros unter hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards. Und jetzt – bundesweit als Vorreiter unter allen Regionalclubs – auch mit Dingen wie Click/Call and Collect oder Click and Meet – auf neudeutsch: Termin-Shopping in der ADAC Geschäftsstelle und im Reise- büro, das 1500 Menschen pro Woche nutzen!“

Karlheinz Jungbeck (Vorstand Tourismus & Finanzen)

„Für uns als ADAC, der den Tourismus als feste Säule in unserer Satzung verankert hat, ist dies alarmierend: Über 500.000 Menschen verdie- nen ihren Lebensunterhalt in und mit der Gastronomie. Der Erhalt dieser Arbeitsplätze, der damit verbundenen Wirtschaftskraft und somit der Lebensqualität muss oberste Aufgabe der Politik sein.“ Fritz Schadeck (Vorstand für Jugend und Sport): „Im Vergleich zu Mannschafts-Sportarten ist beim Motorsport das Infektionsrisiko sogar geringer. Wir haben zudem erstklassige Hygienekonzepte und brauchen deshalb dringend tragfähige Perspektiven von der Politik. Denn ansonsten ist unser über viele Jahrzehnte gewachsenes Vereinsleben in Gefahr.“

Rüdiger Lode (Vorstand für Verkehr, Umwelt und Fahrzeugtechnik)

„Unser Großprojekt 2020 ist die Fertigstellung unseres neuen ADAC Prüfzentrums in der Münchner Ridlerstraße. Hier bekommen unsere Mitglieder eine deutlich erweiterte Palette an Serviceleistungen rund um ihr Fahrzeug und wir sorgen damit für mehr Sicherheit auf den Straßen.“

Christoph Walter (Geschäftsführer)

„Voneinander wissen, miteinander planen, gemeinsam umsetzen – mit diesen drei Schritten packen wir unsere Aufgaben, Projekte und Ziele strategisch an. Wir haben ein starkes hauptamtliches Team, große Rückendeckung von unserem Vorstand, eine ver- trauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Betriebsrat sowie Ortsclubs und Mitglieder, auf die wir uns 100-prozentig verlassen können.“

Bereits am Freitag hatte Martin Krisam (Vorstand für Ortsclubarbeit) die Ortsclubs des Jahres 2020 ausgezeichnet und die Ehrung für 2019 nachgeholt, die corona-bedingt ausgefallen war. Zudem wurden vier Clubfreunde für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement mit der höchsten Auszeichnung des ADAC Südbayern bedacht: die Ehrennadel in Gold mit Brillanten.

Die Ehrungen fanden nach vorherigen, negativen Corona-Schnelltests einzeln und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände statt. Auch die für die Organisation benötigten Mitarbeiter sowie die Vorstände wurden im Vorfeld mehrmals auf Corona getestet, um das Infektionsrisiko auszu- schließen. Satzungsgemäß ist der ADAC Südbayern verpflichtet, seine Mitgliederversammlung im ersten Quartal des Jahres durchzuführen. Bei der Veranstaltung wurden auch die 21 Delegierten für die Hauptversammlung des Gesamt-ADAC gewählt, die im Mai stattfinden wird.

PM/EK