Abensberg: Angeblicher Spendensammler bedient sich einfach aus dem Geldbeutel

Die Polizeiinspektion Kelheim berichtet von einem ganz besonders dreisten Mann, der in Abensberg angeblich für taubstumme Menschen Geld sammeln wollte. Als ein hilfsbereiter Mann fünf Euro aus seinem Geldbeutel ziehen wollte, um für den scheinbar guten Zweck zu spenden, war das seinem Gegenüber offenbar nicht genug. Der Bettler bediente sich einfach selber im gezückten Geldbeutel des 17-Jährigen – und erbeutete so einen 20-Euro-Schein. Das quittierte der Dieb dann „immerhin“ mit einer Umarmung und suchte das Weite. Nach dem „Spendensammler“ sucht jetzt die Polizei – und warnt vor der Masche, bei der angebliche Spendensammler mit gefälschten Spendenlisten oder Zetteln um Geld betteln.

Der Polizeibericht

Am 19.10.2020, gegen 12:15 Uhr wurde ein 17jähriger Mainburger vor dem Haupteingang vom EKZ durch einen unbekannten Mann aufgehalten. Dieser zeigte ihm einen Zettel auf welchem zu lesen war, dass der Mann angeblich Spenden für taubstumme Menschen sammeln würde. Der hilfsbereite Mainburger wollte dem Bettelnden daraufhin einen 5-Euro-Schein aus seinem Geldbeutel geben. Bevor er sich jedoch versah bediente sich der Bettler selbst indem er ihm aus dem Geldbeutel einen 20-Euro-Schein entnahm. Der unbekannte Mann bedankte sich schließlich noch artig durch eine Umarmung und ging dann mit dem Geld davon. Das Opfer des Diebstahls traute sich nicht den Dieb anzuhalten und verständigte die Polizei. Eine Fahndung im Nahbereich verlief jedoch ohne Erfolg. Der unbekannte Dieb wird, wie folgt beschrieben: ca. 25 Jahre alt, ca. 1,80 m groß, schlank, südländisches Aussehen.

In diesem Zusammenhang warnt die PI Kelheim vor sogenannten „Spendensammlern“. Diese Personen treten vorzugsweise auf Parkplätzen vor größeren Geschäften in Erscheinung. Sie führen in der Regel gefakte Spendenlisten sowie Zettel, wie im vorliegenden Fall, mit sich. Bei den Personen handelt es sich zumeist um osteuropäische Mitbürger, welche auf diese Art und Weise landesweit auftreten und so ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Polizeibericht / MF