Ab heute: Grundschüler zurück im Klassenzimmer

Seit Weihnachten haben die meisten Kinder und Jugendlichen in Bayern keine Schule mehr von innen gesehen. Nach einem ersten Schwung Anfang Februar sollen nun noch mehr Schülerinnen und Schüler zurückkehren. Das betrifft vor allem die Grundschüler. Distanzunterricht werden die meisten von ihnen dennoch öfter haben.

Für viele Schülerinnen und Schüler in Bayern hieß es an diesem Montag zum ersten Mal seit Weihnachten: Brotzeit in den Ranzen packen und in die Schule gehen. Nach Wochen des Distanzunterrichts kehrten weitere Jahrgänge in die Schulgebäude zurück. Doch viele Kinder und Jugendliche müssen auch künftig Zuhause büffeln - häufig ohne ein bislang absehbares Ende.

Seit Anfang Februar erhielten schon die Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen Präsenzunterricht. Nun folgen die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen, wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen, sowie der Förderschulen. Auch sämtliche Grundschüler dürfen ihre Lehrerinnen und Lehrer wieder von Angesicht zu Angesicht sehen.

Die anderen Jahrgänge aber müssen weiter warten. Außerdem gilt die neue Regelung nur dort, wo die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche weniger als 100 beträgt.

Auch dort, wo es wieder Präsenzunterricht gibt, dürfte eher selten die komplette Klasse gemeinsam im Klassenzimmer sitzen: Der Mindestabstand von 1,50 Metern muss zwingend eingehalten werden. Weil dies die meisten Räume platztechnisch nicht hergeben, werden die Klassen in der Regel geteilt und im tages- oder wochenweisen Wechsel unterricht werden.

Eine Umstellung dürfte dies für die inzwischen oft an Video-Unterricht gewöhnten Daheimbleibenden bedeuten: Weil die Lehrkräfte die eine Hälfte der Klasse vor Ort unterrichten, können sie nicht zeitgleich Online-Unterricht anbieten. Es dürfte also vielerorts einen verstärkten Rückgriff etwa auf Arbeitsblätter geben.

 

Weiterhin Distanzunterricht im Landkreis Cham

Im Landkreis Cham bleibt es beim Distanzunterricht und der Notbetreuung in den Kitas. Der Grund: Die 7-Tage-Inzidenz ist wieder gestiegen und lag bereits am Sonntag über 100. Am Freitag hatte das Landratsamt eine Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten im Landkreis noch für möglich gehalten, doch bereits am Sonntag war klar, dass Schulen und Kitas erstmal geschlossen bleiben müssen.

 

dpa/MB

 

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