A3: Geflüchtete hatten sich auf LKW-Ladefläche versteckt

Auf der Autobahn 3 bei Parsberg (Landkreis Neumarkt i.d.OPf.) sind fünf Flüchtlinge aus einem Sattelauflieger befreit worden. Die Männer hatten am Mittwochabend mit einem Handy den Notruf gewählt und dann durch Klopfen auf sich aufmerksam gemacht, wie die Polizei mitteilte. Der Lastwagen war zu dem Zeitpunkt schon mehrere Stunden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem Rastplatz Höll geparkt, der Fahrer hatte geschlafen.

Bei der Befreiung durch Rettungskräfte und Polizei waren die Flüchtlinge leicht unterkühlt und erschöpft, aber wohlauf. Nach ersten Polizeierkenntnissen waren die Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren bereits in Bosnien in den Anhänger gestiegen. Jetzt sollen sie in eine Aufnahmeeinrichtung nach Regensburg gebracht werden.

Der LKW-Fahrer wurde am Abend von der Polizei festgenommen. Es müsse nun geklärt werden, ob er von der Anwesenheit der Flüchtlinge im Sattelanhänger gewusst und sie bewusst nach Deutschland eingeschleust habe, hieß es von der Polizei.

dpa

 

Die Polizeimeldung:

Auf einem Autobahnparkplatz an der A3 wurden fünf Flüchtlinge aufgegriffen. Die Personen hatten sich bereits in Bosnien auf der Ladefläche eines Sattelzuges versteckt.

Am Mittwoch, 29.01.2020, gegen 20.10 Uhr, wurden auf der Ladefläche eines Sattelzuges, der auf dem Weg von Bosnien nach Holland war, fünf Flüchtlinge festgestellt und befreit. Bei einem Halt auf einem Parkplatz an der BAB A3 in der Nähe von Parsberg hatten die Männer auf sich aufmerksam gemacht. Einer von ihnen hatte zuvor selbst einen Notruf bei der ILS Regensburg abgesetzt. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Flüchtlinge bereits in Bosnien in den Lkw gestiegen.

Die Flüchtlinge, vier erwachsene Männer im Alter von 21 bis 31 Jahren und ein 16jähriger Jugendlicher, stammen aus Syrien, Ägypten und Tunesien. Sie waren erschöpft und leicht unterkühlt, ansonsten aber wohlauf. Der 31Jährige kam zur ärztlichen Untersuchung in ein örtliches Krankenhaus, die anderen wurden durch das BRK Parsberg verpflegt und medizinisch versorgt. Nach Abschluss der Sachbearbeitung werden alle in eine Aufnahmeeinrichtung in Regensburg gebracht.

Der Lkw-Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Es muss nun geklärt werden, ob er von der Anwesenheit der Flüchtlinge im Sattelanhänger gewusst und sie bewusst nach Deutschland eingeschleust hat.

Polizeimeldung