Mehr als 8.000 Barcode-Lesestifte und Personalcomputer sollen für die Auszählung der Stimmzettel in den Wahllokalen im Freistaat verwendet werden. Das System besteht aus Computer, Barcodescanner, USB-Stick und einer Software von der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Die einzelnen Komponenten seien trotz behördlicher Lizenzierung des Verfahrens einfach zu manipulieren, so die Einschätzung des Clubs.
CCC-Sprecher Frank Rieger erklärte, kein Wahlhelfer habe während der Auszählung einen fortlaufenden Überblick, welcher Kandidat oder welche Partei wie viele Stimmen erhalten habe. Eine Manipulation im Hintergrund durch ein unsichtbares Schadprogramm sei unauffällig und ohne weiteres realisierbar.
Zudem seien sowohl die Software als auch das Endergebnis auf einem tragbaren USB-Stick gespeichert, auch hier sei eine Manipulation einfach und mit geringem Entdeckungsrisiko
durchführbar.
Der CCC riet den Gemeinden, auf das barcodegestützte Auszählverfahren wegen der unkalkulierbaren Sicherheitsrisiken zu verzichten und stattdessen per Hand auszuzählen.
dpa / FR