Studiengebühren nicht "ungerecht" - Anette Schavan in Regensburg
Wo Bildungsministerin Anette Schavan (CDU) zurzeit auftaucht, haben Journalisten vor allem eine Frage: Was ist mit der Studie zu den Studienbeiträgen? Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) besitzt das Bildungsministerium eine Studie, welche die Studienbeiträge schlecht aussehen lässt. Diese Studie rückt Schavan aber nicht heraus.
Gestern war die Bundesbildungsministerin zu Besuch in Regensburg. Eingeladen von den Freunden der Universität Regensburg hatte sie viel Lob für die Universität im Gepäck. Im großen Festsaal der Regierung der Oberpfalz sprach sie am Nachmittag zum Thema Deutschland auf dem Weg zur Bildungsrepublik .
Zu einer Bildungsrepublik gehören natürlich auch die Universitäten. Da macht es sich nicht gerade gut, dass eine Studie des Bildungsministeriums laut dpa belegt, dass die Studienbeiträge viele junge Menschen vom Studium abhalten. 18.000 Abiturienten vom Abijahrgang 2006 hätten demnach wegen der Beiträge von bis zu 500 Euro pro Semester aufs Studium verzichtet.
Seit dem Sommersemester 2007 gilt dieser Höchstsatz auch für Studierende an der Universität Regensburg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH). Laut Schavan sei es nicht ungerecht , wenn Studenten einen kleinen Beitrag zu ihrem Studium selbst leisten müssten. Schließlich gebe es ja auch Ausbildungen, die Geld kosteten, wie zum Beispiel der Weg zum Meistertitel.
Kurz vor dem Bildungsgipfel der am Mittwoch in Dresden starten soll, ist das Thema Bildung bundesweit besonders im Fokus.