Bayerischer Wirtschaftstag: Verkehrsminister Ramsauer will Donauausbau mit Staustufen
Beim Bayerischen Wirtschaftstag in Regensburg hat sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) deutlich für einen Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen ausgesprochen. Bis 2025 werde der Güterverkehr um 80 Prozent zunehmen, so Ramsauer in seinem Vortrag im Regensburger Kolpinghaus.
Auch wenn die Straße „Verkehrsträger Nr. 1“ bleibe, könne sie diesen Anstieg nicht alleine bewältigen. Die Zuwächse müssten vor allem auf die Schiene verlagert werden. Aber auch das Potenzial der Wasserstraßen sei noch nicht ausgeschöpft, so Ramsauer.
In dem Zusammenhang plädierte der Bundesverkehrsminister für den Ausbau der Donau mit einer Staustufe – die Variante „C 280“. Peter Ramsauer sieht darin nicht nur einen „massiven verkehrswirtschaftlichen Gewinn“ sondern auch einen „erheblichen ökologischen Gewinn“.
Kritik für diese Äußerungen gab es von der SPD. „Wir werden gegen einen solchen Betonkurs mobil machen“, warnte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag Markus Rinderspacher. Für die SPD kommt nur ein sanfter Ausbau in Betracht - das gleiche gilt für die FDP.
Derzeit laufen Untersuchungen für ein „varianten-unabhängiges“ Gutachten. Ergebnisse werden gegen Ende 2012 erwartet. Diese abzuwarten sei wohl das Mindeste, was man von Peter Ramsauer erwarten könne, erklärte der FDP-Bundestagsabgeordnete Horst Meierhofer gegenüber TVA.