Netto in Stadtamhof geschlossen: Anwohner und Stadt sind enttäuscht
Seit Montag ist die Netto-Filiale in Stadtamhof geschlossen. Das Haus in der Andreasstraße wird grundlegend saniert. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, soll laut Hauseigentümer wieder ein Lebensmittelgeschäft in das Gebäude. In der Zwischenzeit stehen die Stadtamhofer aber vor einem Problem: Es gibt im Stadtteil keine Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel mehr.
Die Anwohner sind enttäuscht: Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind erst in der Innenstadt oder in der Frankenstraße. Ein ganzes Stück - besonders für die vielen älteren Menschen in Stadtamhof.
Die Stadt Regensburg hatte deshalb gemeinsam mit der Firma Netto nach Lösungen gesucht: Ein Zeltverkauf, ein Shuttle-Service zur Netto-Filiale in der Donaustaufer Straße oder ein reduziertes Warenangebot in einem gerade leer stehenden Gebäude in Stadtamhof. Am Freitag hat Netto schließlich entschieden, dass keiner der Vorschläge umgesetzt wird.
„Die Angebote waren […] so, dass diese in keinster Weise wirtschaftlich rechenbar waren. Nach wie vor sind wir aber bereit, bei entsprechender Unterstützung durch die Stadt, eine[n] […] Zeltverkauf durchzuführen, wenn diese[r] nur einigermaßen wirtschaftlich vertretbar ist“, lässt das Unternehmen mitteilen. Wie die Unterstützung aussehen müsste, wollte Netto allerdings nicht sagen. Die Stadt hatte bereits angeboten die Miet- und Anschlusskosten zu übernehmen.
Die Renovierung des Hauses beginnt übrigens spätestens im März und soll auch im gleichen Jahr fertig gestellt werden. Ab 2011 sollten die Stadtamhofer also wieder einen Lebensmittelladen am gewohnten Platz haben. Laut dem Hauseigentümer, der Gruber Altstadtsanierungen GmbH, gebe es bereits mehrere Interessenten - darunter auch Netto.