Bayern: Erschreckende Bilanz - 20 Prozent mehr Unfälle durch Drogen am Steuer
Auf bayerischen Strassen ist, innerhalb des letzten Jahres, die Zahl der durch Drogen verursachten Unfälle um ein Fünftel gestiegen. Bei insgesamt 243 Verkehrsunglücken waren Drogen und andere Rauschmittel im Spiel. 255 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, sieben sind gestorben.
Das sind die Angaben der Techniker Krankenkasse (TK), die sich auf das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung beruft.. Laut TK waren es vor zwei Jahren noch 201 drogenbedingte Unfälle mit 183 Verletzten und neun Toten.
Unterschiedliche Drogen am Steuer
Suchtexperten gehen aber davon aus, dass die Zahl der drogenkonsumierenden Menschen am Steuer weit höher liegt. Die unter illegalen Drogen stehenden Verkehrsteilnehmer kann man laut TK generell in zwei Gruppen einteilen: Konsumenten, die Cannabis in Form von Haschisch oder Marihuana zu sich nehmen und Personen, die unter Einfluss von Amphetaminen (Speed, Pep) oder Ecstasy stehen. Während bei Cannabis eher eine ermüdende Wirkung eintritt, putschen Amphetamine und Ecstasy auf. In beiden Fällen ist die Fahrtüchtigkeit stark eingeschränkt. Unterschätzt werde auch, dass die Wirkungen noch zwölf bis 16 Stunden nach dem letzten Konsum auftreten können.
Hilfe bei Abhängigkeit
Stephan Mayer, Sprecher der TK in Bayern, äußerte sich besorgt: "Ein regelmäßiger Drogenmissbrauch hat schwerwiegende, gesundheitliche Folgen. Aufklärung, aber auch frühzeitige medizinische Hilfe für die Betroffenen können eine psychische oder körperliche Abhängigkeit vermeiden."